
Im März fand der erste Erasmus-Austausch der OKM mit der Santa Maria Health School in Portugal statt. Dieser Austausch wurde durch Fördergelder der EU im Rahmen des Erasmus-Programms finanziert.
Doch was ist Erasmus eigentlich? Erasmus ermöglicht Lernen und Arbeiten im Ausland und fördert den europäischen Austausch. Ziel ist es insbesondere, interkulturelle Kompetenzen zu stärken sowie die persönliche und berufliche Entwicklung der Teilnehmenden voranzubringen. Bildung und Lernen werden dabei in einem internationalen Kontext gefördert.
Sechs Teilnehmende nahmen an diesem Austausch teil. Ihnen wurde ein umfassender Einblick in zwei Krankenhäuser in Porto ermöglicht: das Hospital da Prelada und das Hospital Lusíadas. Beide Einrichtungen empfingen die Gruppe herzlich und stellten ihre Kliniken ausführlich vor. Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, verschiedene Abteilungen zu besuchen. Dabei stand stets auch der direkte Austausch mit den dort tätigen Pflegefachkräften im Mittelpunkt. Diese Treffen boten eine wertvolle Gelegenheit für den fachlichen Austausch.
Ein wesentlicher Unterschied besteht in der vollständigen Akademisierung der Pflegeberufe in Portugal. Besonders beeindruckend war für die Teilnehmenden zudem die weit fortgeschrittene Digitalisierung der Pflegedokumentation.
Auch der Besuch der Santa Maria Health School war für die Gruppe sehr interessant. Hervorzuheben sind die zahlreichen und hervorragend ausgestatteten Skills Labs für die Studierenden. Dort wird ein Großteil der theoretischen Inhalte direkt praktisch angewendet und geübt. Dies ermöglicht den Studierenden einen sicheren Einstieg in die praktischen Einsätze, da sie Behandlungsabläufe und Prozeduren bereits im Vorfeld trainieren können.
Insgesamt war der Austausch für die Teilnehmenden sehr intensiv und bereichernd. Ein Gegenbesuch von Studierenden aus Portugal wird geplant. Ziel ist es, die akademischen und beruflichen Beziehungen zwischen beiden Institutionen zu stärken und den Weg für zukünftige gemeinsame Projekte, Mobilitätsprogramme sowie kooperative Forschungsinitiativen im Bereich Pflege und Gesundheitswesen zu ebnen.
Neben den fachlichen Inhalten kam auch das Kennenlernen der portugiesischen Kultur nicht zu kurz. Porto, mit seiner historischen Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten.
Für die Zukunft sind weitere Austauschprogramme mit Portugal sowie mit anderen Ländern geplant. Diese erfolgen im Rahmen der angestrebten Erasmus-Akkreditierung der RKH Gesundheit für ein langfristiges Projekt. Die Zielgruppe umfasst vor allem Auszubildende in Gesundheitsfachberufen sowie Pflegefachkräfte in Weiterbildung oder Studium. Eine standortübergreifende Teilnahme aus allen RKH Klinikstandorten soll ermöglicht werden.