Ludwigsburger Chirurg habilitiert sich mit Forschung zu Risiken, Folgen und Präventionsstrategien in der Dick- und Enddarmchirurgie

Privatdozent Dr. Georgi Kalev verbindet wissenschaftliche Forschung und Lehre mit der Patientenversorgung am RKH Klinikum Ludwigsburg

Wie können Operationen am Darm weiter verbessert und mögliche Folgen für die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten verringert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich Dr. Georgi Kalev, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Kinderchirurgie am RKH Klinikum Ludwigsburg, seit vielen Jahren. Für seine wissenschaftlichen und akademischen Leistungen im Rahmen der Habilitation wurde ihm am 9. Oktober 2026 an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg die Lehrbefugnis für das Fach Viszeralchirurgie erteilt und damit der Titel Privatdozent (PD) verliehen.

Seine Antrittsvorlesung an der Universitätsmedizin Mannheim hielt er zum Thema „Robotik in der Rektumchirurgie – zwischen Innovation, Evidenz und Realität“. Das am RKH Klinikum Ludwigsburg eingesetzte Da-Vinci-Operationssystem ermöglicht durch dreidimensionale Sicht und hochbewegliche Instrumente besonders präzises Arbeiten im menschlichen Körper. Der sichere Einsatz moderner Operationstechniken ist eng mit dem übergeordneten Ziel seiner wissenschaftlichen Arbeit verbunden: Komplikationen zu vermeiden und ihre Folgen zu begrenzen. Im Mittelpunkt seiner Habilitation steht das Ziel, die Patientensicherheit zu erhöhen sowie die Funktion und Lebensqualität nach Operationen am Dick- und Enddarm zu verbessern.

Denn bei Darmoperationen geht es nicht nur darum, die Erkrankung erfolgreich zu behandeln. Ebenso wichtig ist, dass Betroffene nach dem Eingriff möglichst wenige Einschränkungen im Alltag erleben. Dazu gehören beispielsweise die Darmfunktion und der Erhalt wichtiger Nervenfunktionen. Wissenschaftliche Untersuchungen helfen dabei, die verschiedenen Operationsverfahren zu bewerten und Behandlungen auf Grundlage aktueller Erkenntnisse weiterzuentwickeln.

Mit seiner Habilitation hat Dr. Kalev zugleich seine besondere Befähigung zur eigenständigen Forschung und akademischen Lehre nachgewiesen. Die enge Verzahnung von wissenschaftlicher Arbeit, universitärer Lehre und klinischer Praxis ist für die Patientenversorgung von erheblicher Bedeutung: Forschungsergebnisse können in die Weiterentwicklung von Behandlungsverfahren einfließen, während die Weitergabe medizinischen Wissens zur Qualifizierung künftiger Ärztinnen und Ärzte beiträgt.

Das RKH Klinikum Ludwigsburg verfügt neben einem zertifizierten Onkologischen Zentrum mit zertifiziertem Darmkrebs-, Pankreaskarzinom- und Lungenkrebszentrum auch über ein erfahrenes Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie, ein Beckenboden-Kompetenz-Zentrum sowie ein Robotikzentrum. Die Zertifizierungen durch die entsprechenden Fachgesellschaften unterstreichen die besondere Expertise des Klinikums. Die wissenschaftliche Arbeit von PD Dr. Georgi Kalev trägt dazu bei, die chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln.